Wahl des Diamantwerkzeugs
In den mehr als 30 Jahren seit der Firmengründung entwickelte Pentax eine vollständige Produktpalette, die das passende Werkzeug zum Schneiden der unterschiedlichsten Materialien bietet - ob hart oder weich, mehr oder weniger abrasiv - , durch Einsatz verschiedener Maschinen und bei unterschiedlichen Drehzahlen. Pentax bietet dem Anwender vielseitige Lösungen, die das Schneiden unterschiedlicher Materialien durch ein und dieselbe Scheibe ermöglichen: So sind unsere Allzweckscheiben für all jene Anwendungen geeignet, bei denen eine Feinbearbeitung nicht erforderlich ist oder der Arbeitsumfang eher gering ausfällt. Wann immer Standzeit oder hohe Schnittleistung erforderlich sind, ist der Einsatz einer spezifischen Trennscheibe angebracht, wie zum Beispiel bei Materialien wie Keramik oder Granit. Die folgenden Seiten sollen Ihnen als Anleitung zur Wahl des Werkzeugs dienen, das zu Ihrer spezifischen Anwendung passt.
Diamanttrennscheiben
Die Diamanttrennscheiben von PENTAX werden gemäß EN 13236 hergestellt und gewährleisten höchste Sicherheit im Einsatz. Sämtliche Scheiben - mit lasergeschweißten Segmenten oder durchgehendem Diamantbelag - werden Tests der destruktiven und nicht-destruktiven Art unterzogen. Die Schnittleistung wird ebenso untersucht. PENTAX sichert ferner die Identifizierung der einzelnen Artikel als eindeutig zu einem bestimmten Fertigungslos gehörend. Die PENTAX - Trennscheiben sind durch eine Produkt-Haft-Pflichtversicherung gedeckt, die bei Unfällen, die nachweisbar auf Produktionsfehler zurückzuführen sind, zum Tragen kommt. Um optimale Leistungen sowie beste Schnittergebnisse zu erlangen, sind die unten angeführten Hinweise zu berücksichtigen:

VERWENDUNGSEINSCHRÄNKUNGEN:
RE 2 (VE 2) = nicht zulässig für Freihandtrennschleifen
RE10 (VE 10) = nicht zulässig für Trockenschleifen
RE11 (VE 11) = nicht zulässig für Freihand - und handgeführtes Trennschleifen
Bohrkrone zum Trocken-Bohren
Bohrkronen zum Trocken-Bohren von Beton und Ziegel. Keine Wasserkühlung erforderlich. Für armierten Beton nicht geeignet, in diesem Fall ist Nass-Bohren wärmstens zu empfehlen. Leistung und Drehzahl der Bohrmaschine müssen angemessen sein: mindestens 1000 Watt für Bohrkronen bis Durchmesser 8 mm und 1300 Watt zwischen Durchmesser 82 und 152 mm. Empfohlene Drehzahl zwischen 1000 und 3000 UPM. Der Einsatz eines elektrischen Drehzahlreglers erleichtert das Zentrieren (Abb. 4). Kein Einsatz von Schlagbohrmaschinen. Das Zentrieren der Krone hat bei niedriger Drehzahl zu erfolgen und mithilfe des elektrischen Reglers, wobei der Zentrierbohrer Genauigkeit gewährt. Bei Erreichen von ±3mm Tiefe den Zentrierbohrer entfernen, dann Drehzahl einstellen: mäßig bei harten Materialien, hoch bei weichen Materialien Ist die exakte Lage der Bohrung nicht ausschlaggebend, so wird kein Zentrierbohrer benötigt... In diesem Fall wird das Material im 30° - Winkel angebohrt, bis eine Tiefe von ± 5 mm erreicht ist, dann erreicht man stufenweise beim Bohren einen Winkel von 90°. Die Drehzahl darf nicht wegen übermäßiger Druckausübung sinken. Eine angemessene Drehzahl beim Bohren führt zu besseren Leistungen als ein zu hoher Druck. Die Bohrkrone soll beim Bohren wiederholt herausgenommen werden, damit der Staub, vor allem bei nassen Wänden, sich leichter verflüchtigt Sollte das Bohren im Laufe der Arbeit mühsamer werden, so ist die Drehzahl anzupassen. Die Abnutzung der Krone ist bei harten Baustoffen wie Beton stärker als bei weichen. Die Bohrkrone ist für Holz, Kunststoff, Eisen nicht geeignet. Bei armiertem Beton wird empfohlen, Nass-Bohrkronen einzusetzen. Zum Schärfen der Krone auf abrasiven, weichen Stoffen wie Sandstein bohren oder spezielle Schleifsteine benutzen.
Diamantbohrkrone zum Nass-Bohren
Diamant-Bohrkronen für professionelle und nicht-professionelle Anwendung auf Beton sowie stark armiertem Beton, ausschließlich zum Nass-Bohren geeignet . Zu montieren auf Motoren mit mechanischem oder elektronischer Kupplung mit fixer Halterung, bei reichlichem Wassereinsatz. Von Durchmesser 40 mm. bis 130 mm., sind Motoren mit variabler Drehzahl 1000 bis 600 UPM erforderlich, ohne Schlag, mit Mindestleistung 1600 - 2000 Watt. Über 130 bis Durchmesser 200 mm, soll die Motorleistung über 3000 Watt betragen, bei Drehzahlen bis 280 UPM. Durchmesser über 200 mm sind ausschließlich für den professionellen Einsatz gedacht. Die Motorhalterungen müssen fest sitzen und keinerlei Schwankungen ausgesetzt sein (Abb. 6). Die Motorspindel muss perfekt zentriert sein, um unregelmäßiges Drehen der Segmentkrone durch Exzentrizität, Achsenspiel oder Rundlaufabweichungen zu vermeiden. Stößt man beim Bohren auf einen Eisenstab oder - Kreuz, so fahre man die Drehzahl hinunter und erhöhe zugleich den Druck auf die Bohrkrone, so dass die befreiten Diamantpartikeln auf der Segmentoberfläche erscheinen können. Wasser muss dabei reichlich fließen (Abb. 5).

Beißt sich die Bohrkrone beim Bohren durch einen sich ablösenden Eisenstab fest, so soll der Motor gestoppt werden, die Krone um einige Grade in entgegen gesetzte Richtung gedreht und herausgenommen werden. Sollte dies nicht genügen, so kann man es mit sanften Hammerschlägen auf den oberen Kronenteil versuchen, ohne diese zu beschädigen. Nach Herausnehmen der Krone wird die Beton - Nuss mit einem Meißel, durch den Schlitz eingeführt, gebrochen. Die Nuss herausnehmen, zusammen mit dem abgelösten Eisen, das sonst die Segmente beschädigen würde. Vor Wiederaufnahme der Arbeit sicherstellen, dass keine weiteren losen Teile sich im Inneren des ausgebohrten Materials befinden. Lässt sich die Nuss nicht herausnehmen, so schlage man mit einem flachen Eisen sanft auf die senkrecht aufgestellte Krone. Durch die Schwerkraft und den Wasserdruck wird sich das Teil lösen und herauskommen. Der Verschleiß der Segmente steigt bei sehr hartem Beton oder bei hochprozentigem Eisengehalt der Armierung. Die Bohrkrone ist für Holz, Kunststoff und faserhaltige Materialien nicht geeignet. Die Bohrkrone wird durch Bohren auf abrasiven Materialien oder mit Schleifsteinen geschärft.